Univ.-Prof. DDr. med. Erwin Jonke

Zahnspangen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Privat und alle Kassen

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Schmerzen wegen der Zahnspange?

Viele scheuen sich wohl nicht zuletzt deswegen davor, eine Zahnspangenbehandlung zu beginnen, weil sie denken, dass sie mit vielen Schmerzen verbunden ist. Klingt einleuchtend – schließlich werden Zähne verschoben. Doch eigentlich hält sich der Schmerz in Grenzen.

Erfahrungsgemäß ist der Schmerz vor allem in den ersten Tagen nach dem Einsetzen der festen Zahnspange am intensivsten. Experten sprechen von einem Druckgefühl bzw. Ziehen in den Zähnen, das jedoch in den nächsten Tagen nachlässt und nach einigen Wochen kaum mehr zu spüren ist. Falls sowohl Ober- als auch Unterkiefer eine Korrektur benötigen, werden die Zahnspangen zeitversetzt eingesetzt, um den Patienten zu entlasten. Ansonsten können auch leichte Schmerzen an den Lippen oder den Wangen auftreten, da ein Fremdkörper in den Mundbereich eingesetzt wird und es zu ungewohnten Reibungsstellen kommen kann. Hier hilft es, in den ersten Tagen Protektionswachs auf die Brackets zu geben, um die Beschwerden teilweise zu lindern. Auch hier weicht der Schmerz in der Regel nach einigen Tagen. Der Schmerz kann eventuell nach der erneuten Anpassung der Zahnspange wieder auftreten. Sollte ein freistehendes Drahtende etwa in die Wange stechen, wird ebenfalls empfohlen, es vorrübergehend in Wachs zu stecken und umgehend einen Termin mit der/dem behandelnden Kieferorthopädin/Kieferorthopäden zu vereinbaren.

In seltenen Fällen kann es zudem zu empfindlicheren Reaktionen der Zähne auf kalte bzw. heiße Speisen und Getränke kommen. Auch ein Zahnfleischschwund (Gingivarezession) kann auftreten. Beides lässt sich darauf zurückführen, dass die Zähne einer ungewohnten Belastung ausgesetzt werden und der Knochen sich um die Zähne herum verschiebt. Sollten die Schmerzen weiterhin bestehen, kann eine osteopathische Behandlung in Erwägung gezogen werden. Diese wird in Kooperation mit der/dem behandelnden Kieferorthopädin/Kieferorthopäden initiiert und begleitet den Patienten/die Patientin durch den Behandlungsprozess. Dabei setzt die/der OsteopathIn auf eine ganzheitliche Methode und versucht, Störungen des inneren Gleichgewichts bei dem Patienten/der Patientin zu lösen, da Zahnfehlstellungen häufig auch durch psychische Probleme wie Stress oder Traumata begleitet werden. Auch eine Cranio-Sacral-Therapie kann durchaus gute Ergebnisse erzielen. Hier wird vor allem für die körperliche und emotionale Entspannung des Patienten/der Patientin mittels einer besonderen Grifftechnik gesorgt. Wichtig dabei ist, den carnio-sacral Rhythmus zu ertasten und positiv zu verändern.